Ein anderes Extrem sei es, Aktien, die einmal gekauft wurden, im Depot zu halten, obwohl vieles dafür spricht, dass es eine glatte Fehleinschätzung war – das mag sich aber kaum jemand eingestehen. Denn in der Regel neigt man dazu, unbewusst Informationen, die die eigene Entscheidung untermauern, stärker zu gewichten als Hinweise, die für einen Kursverlust sprechen.

Negative Informationen werden weitestgehend ausgeblendet. Hinzu kommt: Eine schlechte Phase aussitzen tut weniger weh, als sich durch Abstoßen der Position den Fehler aktiv einzugestehen.

„Im schlimmsten Fall kann eine selektive Wahrnehmung dazu führen, dass man seine Verlustposition sogar noch durch weitere Nachkäufe ausweitet, also einer bereits schlechten Anlage gutes Geld noch weiter hinterher wirft“, sagt Maik Bolsmann, Geschäftsführer der B&K Vermögen GmbH in Köln. Stattdessen rät er, ein maximales Verlustlevel im Vorfeld zu definieren und sich dann auch diszipliniert daran zu halten. Ratsam sei es zudem, die verschiedenen Positionsgrößen in einer Balance, also in einer etwa gleichen Höhe zu halten.

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