In einer Zeit in der die Rendite 10 jähriger Bundesanleihen in Richtung Null tendiert, fragen sich konservative Anleger zu Recht mit welchen Anleihe-Investments noch eine positive Realrendite erwirtschaftet werden kann ohne zu stark in das Risiko zu gehen.

Unternehmensanleihen mit niedrigem oder gar fehlendem Rating werden von den Banken immer wieder genannt. Zunehmend spielt damit aber die Bewertung der Emittenten für den Anleger eine bedeutende Rolle: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die in den Bedingungen genannten Versprechen (Zinszahlung und Rückzahlung zu einem bestimmten Stichtag) auch eingehalten werden? Im Grunde müsste der Anleger vor Investition den gleichen Prüfungsprozess anstrengen, wie die Kreditabteilung einer Bank vor Herauslegen eines Darlehens. Ohne professionelle Hilfe kaum machbar!

Ein weiteres Problem ist die Stückelung neuer Emissionen: Im Zuge des Niedrigzinses haben die Unternehmen überwiegend Anleihen herausgegeben, die eine Mindeststückelung von 100.000 EUR voraussetzen. Diese Hürde kann über eine Bündelung von Orders mehrerer Kunden im Hause des Vermögensverwalters oder über Investition in Investmentfonds genommen werden.

Dennoch bleibt auch hier das Problem der aktuellen Niedrigverzinsung. Bei zukünftigen Zinserhöhungen drohen Bestandspapieren Kursverluste. Entsprechend ist es ratsamer denn je, bestehende Positionen zu überprüfen und neue Positionen nur in ausgewählte Investments einzugehen. Aussichtsreich erscheinen uns Kurzläufer, gut geprüfte High-Yield-Anleihen und Inflationsgekoppelte Rentenpapiere unter zu Hilfenahme professioneller Hilfe.

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