Seit der Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie erlebe ich in der Bankenlandschaft eine spürbare Verunsicherung der Bankberater“, sagt auf Anfrage Ralph Kinnart, Relationship Manager bei B&K Vermögen in Köln: „Banken und Sparkassen haben häufig interne, signifikant voneinander abweichende Richtlinien, die die Gesetzeslage übererfüllen und Finanzierungen für bestimmte Kundengruppen – zum Beispiel über 55 Jahre – fast unmöglich machen. Selbst gut verdienende Kunden würden aufgefordert, die Volltilgung des Immobiliendarlehens vor Eintritt des Rentenalters zu erfüllen.

Um nur nichts verkehrt zu machen, schießen Banken und Sparkassen schon einmal über das Ziel hinaus, so ist aus der Branche zu hören: Unbelastete Immobilien, geringe Beleihungsausläufe und hohe, freie Depotvermögen werden mit Verweis auf die Wohnimmobilienkreditrichtlinie zur Verärgerung der Kunden gar nicht erst berücksichtigt.

Schon jetzt werden Beleihungswerte drastisch gekürzt, Abschläge von 30 bis 50 Prozent vom Verkehrswert können als „normal" angesehen werden. Davon werden dann noch maximal 80 Prozent bewertet. Selbst gut verdienende Kunden werden aufgefordert, die Volltilgung des Immobiliendarlehens vor Eintritt des Rentenalters zu erfüllen. Kreditnehmer ab 55 (und auch schon früher) müssen laut den Richtlinien der Banken in der Lage sein, entweder das Immobiliendarlehen vor Renteneintritt vollständig zu tilgen oder ausreichende Renteneinkünfte zu beziehen. Dabei wird aber häufig über das Ziel hinausgeschossen: Unbelastete Immobilien, geringe Beleihungsausläufe und hohe, freie Depotvermögen werden mit Verweis auf die Wohnimmobilienkreditrichtlinie nicht berücksichtigt - zur Verärgerung der Kunden.

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