Gold ist für Anleger wieder attraktiv, sagt der Kölner Vermögensverwalter B&K. Rezessionsängste und Handelskriege haben den Goldkurs zuletzt steigen lassen, obendrein tauge das Edelmetall zum als Mittel zur Diversifikation – jedenfalls meistens.

Gold ist back: "Die lange stiefkindlich behandelte Anlageklasse hat es zuletzt wieder auf die Agenda vieler Investoren geschafft", meint Jan-Patrick Weuthen, Senior Portfoliomanager bei der Kölner B&K Vermögen, beobachtet zu haben. Im letzten Quartal 2018 hat Gold in US-Dollar gerechnet um gut zehn Prozent zugelegt.

Der Vermögensverwalter sieht gleich mehrere Gründe für das Comeback des Edelmetalls: "Neben den bekannten Faktoren wie den Handelskriegen sorgen vor allem Rezessionsängste aufgrund der nachlassenden globalen Konjunkturdaten sowie den überraschenden Aussagen der amerikanischen Notenbank zur Geldpolitik für eine Erholung", sagt Weuthen. Zudem stütze die jüngst verkündete Zinspause der Fed den Goldpreis. "Auch zukünftig sind nachhaltige Zinsanhebungen aufgrund der enormen Verschuldungssituation der USA eher unrealistisch", sagt Weuthen. "Ebenso verhält es sich in Europa und Japan. Die anhaltende Niedrigzinspolitik trägt ebenfalls zur Attraktivität des Goldes bei." Außerdem würden vor allem die Notenbanken Chinas und Russlands derzeit verstärkt Gold kaufen.

Glänzende Diversifikation

Der Vermögensverwalter rät Anlegern zudem aus Gründen der Diversifikation zu Gold: "Nachdem Marktteilnehmer die schwache letztjährige Aktienmarktperformance nicht durch Beimischung von Unternehmensanleihen hedgen konnten, da beide Anlageklassen Verluste verbuchten, wird Gold auch aus dieser Perspektive wieder interessant", sagt Weuthen. Er empfiehlt Anlegern, im Portfolio einen Anteil von fünf bis zehn Prozent Gold beizumischen.

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