Ferienimmobilien eignen sich nicht als klassische Geldanlage für die breite Bevölkerung, sagt Ralph Kinnart, Immobilienexperte der B&K Vermögen. Das Risiko eines Totalausfalls sei zu groß.

Nur sehr vermögende Anleger sollten Ferienimmobilien erwerben. Und auch nur als exotische Beimischung, wenn sie bereits ausreichende Mittel in Liquidität, Wertpapieren oder Immobilien halten. Dazu rät Ralph Kinnart, Immobilienexperte der B&K Vermögen. Als klassische Geldanlage für die breite Bevölkerung seien ein Häuschen oder eine Wohnung in einem Ferienort definitiv nicht geeignet.

Ferienimmobilien würden häufig zur Selbstnutzung angeschafft, mit viel Liebe zum Detail ausgestattet und so erworben, dass sie in relativ kurzer Zeit vom eigentlichen Wohnort aus erreichbar sind, sagt Kinnart. Klassische Ferienhäuser zur Vermietung an Urlauber – und somit zur Kapitalanlage – seien dagegen oft preisgünstig, eher klein und nicht vergleichbar mit Villen auf Ibiza oder Sylt. "Ob sich eine solche illiquide und je nach Marktentwicklung schlecht verwertbare Anlage für die Geldanlage eignet, hängt immer von den Rahmenbedingungen wie Lage, Vermietungsrisiko, Kostenstruktur, Nachfrage und vielem mehr ab", sagt Kinnart.

Zudem berge eine fremdfinanzierte Ferienimmobilie grundsätzlich höhere Risiken als eine herkömmliche Wohnimmobilie: "Ferienhäuser sind oft nicht dauerhaft vermietet, wodurch ein größeres Leerstandsrisiko besteht, gerade zu ungünstigen Reisezeiten", erklärt der Experte. Darüber hinaus sorgten die häufigen Nutzerwechsel und zum Teil auch die klimatischen Bedingungen am Ferienort für einen höheren Verschleiß. Dies führt zu höheren Erhaltungs- und Renovierungskosten. Es sei deshalb ratsam, Ferienimmobilien nicht als aussichtsreiche und alleinige Geldanlage zu betrachten. (fp)

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