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B&K in der Presse

Experten über hohen Goldpreis: „Gold steigt fast immer aus Angst“

von 26. August 2026August 31st, 2026No Comments

Der Goldpreis hat 2026 Rekorde gebrochen, doch der Anstieg ist nicht nur Grund zur Freude. Was Anleger laut Profis daraus lernen können. Gold verteuert sich, doch frühere Rekordkurse bleiben in weiter Ferne. Immerhin: Manche Experten sind wieder optimistischer.

Der Goldpreis hat 2026 bereits starke Schwankungen erlebt. Im Januar brach das Edelmetall mehrfach Rekorde, anschließend ging es deutlich abwärts. Seit Anfang August zieht der aktuelle Goldkurs wieder an. Für Anleger, die Gold bereits im Portfolio haben, ist das zunächst eine gute Nachricht. Doch eine starke Goldrally kann noch etwas anderes bedeuten: Investoren suchen Schutz, weil sie anderen Teilen des Finanzsystems weniger vertrauen. Ein hoher Goldpreis ist deshalb nicht automatisch ein Zeichen für eine bevorstehende Krise.

„Fieberthermometer“ der Finanzmärkte: Hoher Goldpreis als Signal

Der Goldpreis zeigt nicht, welche wirtschaftliche Krankheit droht – und schon gar nicht, wann sie ausbricht. Er kann aber darauf hinweisen, dass Anleger Risiken höher einschätzen als zuvor. Deswegen beschreiben die Experten Gold als eine Art „Fieberthermometer“ der Finanzmärkte: „Ein steigender Goldpreis kann bedeuten, dass Anleger zunehmend Risiken in anderen Anlageklassen wahrnehmen“, erklärt Jan-Patrick Weuthen von „B&K Vermögen“. Schwächelt die Konjunktur, nehmen geopolitische Spannungen zu oder wächst das Misstrauen gegenüber Währungen und Staatsanleihen, werde Kapital häufig in Gold umgeschichtet, erklärt der Profi. Der steigende Goldpreis könne Ausdruck dieser Unsicherheit sein. Entscheidend ist aber nicht allein der Anstieg an sich, sondern warum das so ist und was gleichzeitig an anderen Märkten passiert.

Steigender Goldpreis: In welcher Situation Anleger eher kaufen

Der besondere Ruf des Edelmetalls hängt mit einer Eigenschaft zusammen, die Gold von Aktien, Anleihen oder Bankguthaben unterscheidet: Gold ist keine Forderung gegenüber einem Unternehmen, einer Bank oder einem Staat. Wer eine Staatsanleihe besitzt, vertraut darauf, dass der betreffende Staat Zinsen zahlt und das geliehene Geld zurückzahlt. Hinter Bankguthaben steht ebenfalls ein Zahlungsversprechen. Physisches Gold ist dagegen selbst der Vermögenswert. In der Fachsprache besitzt es deshalb kein Gegenparteirisiko.

Experte warnt: Goldpreis trotz allem schlechter Frühindikator

So deutlich die Warnsignale sein können, so einig sind sich die Experten bei einer Einschränkung: Der Goldpreis allein ist kein verlässlicher Krisenindikator. Rainer Beckmann bezeichnet ihn eher als „Preis für Unsicherheit“. Anleger müssen ihn gemeinsam mit Zinsen, Konjunkturdaten und anderen Kennziffern der Finanzmärkte betrachten. Auch Jan-Patrick Weuthen warnt davor, aus steigenden Goldpreisen automatisch eine bevorstehende Wirtschaftskrise abzuleiten. Gold könne auch in einem grundsätzlich stabilen Umfeld zulegen, sagt er – beispielsweise, weil Zentralbanken ihre Reserven breiter streuen oder die Realzinsen sinken.

Ein steigender Goldpreis allein ist kein Warnsignal – wichtig ist das Gesamtbild am Markt.

Den gesamten Artikel finden Sie hier:
https://www.morgenpost.de/ratgeber-wissen/finanzen/article412952889/hoher-goldpreis-warnsignal-gruende-indikator.html