Wandelanleihen verheißen einen attraktiven Mix: mehr Sicherheit als Aktien und eine höhere Rendite als die meisten Bonds. Was Sie über die Wunderpapiere wissen müssen.
Aktien? Langfristig unschlagbar, aber an den Märkten wird die Luft aktuell dünn. Anleihen? Bieten inzwischen wieder interessante Renditen , aber ob die als Risikopuffer immer reichen, ist unklar. Wachsende Staatsschulden, hartnäckige Inflation und ein verschärfter Wettbewerb um Kapital sorgen auch am Bondmarkt für viel Unruhe. Für Anlegerinnen und Anleger, die sich eine Art Mittelweg wünschen, hält die Finanzindustrie spezielle Anlageprodukte bereit. Sogenannte Aktienanleihen zu Unternehmen aus Dax oder MDax etwa versprechen derzeit zweistellige Zinscoupons, verknüpfen das Investment aber mit der Entwicklung des jeweiligen Aktienkurses. Mit klassischen Wandelanleihen begeben sich Investoren ebenfalls an den Anleihe- und Aktienmarkt zugleich. Seit 2025 liefen diese Papiere sogar besser als der MSCI-World-Aktienindex.
…
Das aktuelle Angebot wirkt auf den ersten Blick höchst verlockend:
…
Vergleichbare „Aktienanleihen“ – der Begriff dient wohl eher Marketingzwecken, als dass er eine eigene Assetklasse bezeichnen würde – werden zu vielen Großunternehmen angeboten, sei es SAP, Rheinmetall, Thyssenkrupp oder andere. Das Prinzip ist stets das gleiche. Die Verzinsung ist meist zweistellig und erscheint überaus attraktiv.
…
Ein weiterer Weg für Anlegerinnen und Anleger, am Anleihemarkt und am Aktienmarkt zugleich mitzumischen, sind Wandelanleihen. Das sind Anleihen, die das Recht mitbringen, den Einsatz innerhalb einer bestimmten Zeit in Aktien des emittierenden Unternehmens umzuwandeln. Auch bei diesen Papieren spielt die Entwicklung des Aktienkurses also eine wichtige Rolle.
…
Wer die Gefahren realistisch einschätzen möchte, braucht viel Erfahrung und Sachkenntnis – und sollte in Mathematik seine Hausaufgaben gemacht haben.
…
Alles in allem sind sich viele Experten einig: Die hohen Renditen der Vergangenheit dürften bei Wandelanleihen in nächster Zeit kaum noch zu erzielen sein. Dennoch sei es für einen Einstieg nicht zu spät. Wegen der Komplexität der Wertpapiere und auch wegen hoher Eintrittsbarrieren – einzelne Anleihen haben nicht selten Mindestbeteiligungssummen von 100.000 Euro – raten viele Fachleute Privatanlegern allerdings zum Investment über Fonds.
…
Ähnlich sieht es Rainer Göritz vom Vermögensverwalter B&K Vermögen in Köln. „Ein ETF bietet eine kostengünstige und transparente Marktabdeckung, übernimmt aber auch automatisch die Konzentrationen und hoch bewerteten Titel des Index“, sagt er. Ein aktiver Fonds dagegen könne besonders aktienähnliche oder bonitätsschwache Emissionen meiden und das Aktienrisiko gezielter steuern.
…
Den gesamten Artikel finden Sie hier:
https://www.manager-magazin.de/finanzen/geldanlage/geld-besser-als-msci-world-so-mischen-sie-mit-wandelanleihen-richtig-am-aktienmarkt-mit-a-0dc08d76-e855-406f-81c5-b2737e7816d5







